24.11.2014

Wie kann man heutzutage noch Solarstromanlagen bauen?

Zu diesem Thema hat die DGS-Franken eine neue Broschüre zu ihren Betreiberkonzepten erstellt. Die 8-seitige Infobroschüre: "Neue Chancen für die Photovoltaik 2015" gibt einen umfassenden Überblick über die DGS-Betreiberkonzepte für Eigenverbrauchsanlagen auf fremden Dächern. Eigenversorgung und PV-Miete in Gewerbe und Kommune. Neben dem erklärenden Text und Infographiken liefert sie wirtschaftliche Orientierungshilfen wie beispielsweise einen "Entscheidungsbaum für Eigenversorgung und Vermarktung von Solarstrom". Hiermit wird die Zuordnung von Photovoltaik Neu- und Bestandsanlagen zu einem Erlösmodell nach EEG 2014 unter besonderer Berücksichtigung der EEG-Umlage auf einfachem Wege ermöglicht.

Hier können sie sich die Broschüre herunterladen

26.06.2014

Aktuelles - Neues Projekt und EEG-Novelle

Neue Anlagen: Wir bekommen die Möglichkeit für ein weiteres Modell, ähnlich der Anlage auf dem Südstadtbad, anbieten zu dürfen. Die Dachfläche beträgt dort ca. 650 m² , ggf. ist die Nutzung einer weiteren Dachfläche möglich. Bis Anfang August können wir ein Angebot abgeben, ein Informationsgespräch findet Anfang Juli statt. Drücken Sie uns die Daumen, dass die Gegebenheiten vor Ort erfolgversprechend sind und wir auch trotz EEG-Novelle ein wirtschaftlich interessantes Angebot abgeben können.

EEG-Novelle: DGS kritisiert EEG-Entwurf – So wird die Energiewende scheitern

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), in der die beiden Vorstände der VR Bürgerenergie Fürth eG aktiv mitarbeiten, lehnt den aktuellen Entwurf des EEG, der am Freitag verabschiedet werden soll, ab. Nachdem die Bereiche Windkraft und Photovoltaik von der Bundesregierung als wichtige Kernpfeiler der Energiewende definiert wurden, wird die Photovoltaik nun massiv ausgebremst. Die Einführung der EEG-Umlage auf selbsterzeugten Solarstrom ist eine energiepolitische Farce auf Kosten des Klimaschutzes: Während man ökologische Stromeigenerzeugung durch die Umlage belastet, wird beispielsweise der Kraftwerkseigenverbrauch von konventionellen Kohle- und Atomkraftwerken von der Umlage ausgenommen. Der paradoxe EEG-Umlagemechanismus - je preisgünstiger EE‐Strom erzeugt wird, umso stärker wächst die EEG-Umlage insbesondere für Kleinverbraucher - wurde nicht verändert.

Seit Jahren war gängige Meinung, dass der Eigenverbrauch den Umstieg auf Erneuerbare fördert und das EEG finanziell entlastet. Trotzdem werden zukünftig genau die Akteure, die in die Energiewende durch eine Solarstromanlage investieren möchten, finanziell zur Kasse gebeten. Viele Projekte – auch die vom Bund seit dem letzten Jahr ausdrücklich geförderte Speichertechnik - werden nicht mehr rentabel sein, damit droht die Energiewende zu scheitern. Innovative Modelle zur Versorgung von Mietern mit günstigem Solarstrom werden massiv behindert. Auch sollen gemäß dem neuen EEG Ausschreibungen zügig eingeführt werden. Die DGS geht davon aus, dass dadurch, entsprechend der Erfahrungen im Ausland, die Kosten nicht gesenkt, sondern erhöht werden und kleine Betreiber wie Bürgergenossenschaften zukünftig nicht mehr zum Zuge kommen werden.

„Dieser EEG-Entwurf ist weit entfernt von den von uns geforderten stabilen und verlässlichen Rahmenbedingungen, die die Solarunternehmen und Anlagenbesitzer dringend brauchen“, so Jörg Sutter, Vizepräsident der DGS. Allein die Verunsicherung hat in den vergangenen Monaten den Zubau deutlich einbrechen lassen. Nach den Zahlen der vergangenen Monate werden bereits in diesem Jahr die vom Bund definierten Ausbauziele deutlich verfehlt. Und weitere, in den letzten Tagen eingefügte Regelungen zerstören ebenso das Vertrauen: So soll ab 2016 für große Anlagen bei negativen Strompreisen an der Strombörse die Vergütungszahlung ausgesetzt werden. Dieses langfristige Risiko kann ein Investor nicht abschätzen.

„Minister Gabriel wirft mit diesem Gesetz die Photovoltaik in Deutschland weit zurück – ausgerechnet jetzt, wo die Schwelle der Wirtschaftlichkeit erreicht ist und der Solarstrom ein wichtiges Standbein der Energiewende werden könnte. Das ist völlig unverständlich“, so Sutter. 

Die DGS befürchtet, dass die Energiewende in der bisher angestrebten Form mit diesem neuen EEG scheitern wird. Bürgerbeteiligung ist nicht erwünscht, die Monopolstellung der großen Energieversorgungsunternehmen wird zementiert und die umweltfreundliche Demokratisierung der Energiewirtschaft verhindert. Es ist unsäglich, wie versucht wird mit der Änderung des EEG die konventionelle Energiewirtschaft zu unterstützen. Volkswirtschaftlich unsinnige Kohledreckschleudern sollen durch die Hintertür mit den geplanten Änderungen des EEG unterstützt werden.

Die Stellungnahme zum Download


EEG-Novelle: Vom Hoffnungsträger zum Sündenbock
Bundesenergieminister Sigmar Gabriel geht nach wie vor davon aus, dass die EEG-Novelle zum 1. August in Kraft treten wird. Bis vor kurzem war noch unklar was genau im Gesetzestext stehen wird. Kaum eine Woche verging, an der nicht ein neuer Entwurf die Runde macht. Von den zahlreichen Einwänden und verfassungsrechtlichen Bedenken aller nur denkbaren Interessensgruppen, von Mieterbund bis zum DIHK-Präsidenten, zeigt sich die Bundesregierung jedoch meist recht unberührt. Das verwundert kaum, denn nicht erst mit Beginn der großen Koalition arbeitet die Politik systematisch daran, die „Energiewende von unten“ zu diskreditieren und somit ihre Richtungsentscheidungen zu rechtfertigen.

In einem sehr ausführlichen zweiteiligen Artikel in der DGS-Zeitschrift SONNENENERGIE belegt Tina Ternus eindrücklich wie augenscheinlich an einem Meinungsumschwung in der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung gearbeitet wird. Einer der Drahtzieher, der offensichtlich auch über ein üppiges Budget verfügt, ist die sogenannte „Initiative neue soziale Marktwirtschaft“. Nahezu unerkannt arbeiten mehrere Organisationen, erfolgreich daran, wesentliche Lebensbereiche entsprechend den eigenen Interessen zu prägen. Als eine der einflussreichsten Lobbyorganisationen der deutschen Wirtschaft übt die INSM maßgeblichen Einfluss auf politische Beschlüsse und die Gesetzgebung, wie auch der EEG-Novelle, aus. Aber lesen Sie selbst...

Teil 1: Die Geschichte einer Inszenierung
Teil 2: Die Attacke der Wirtschaftslobby INSM

 
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